Unsere Geschichte
Meine lieben Webside- Besucher! Der Name „Zwinger of Countryroads“ kommt nicht von ungefähr! Er steht in engem Zusammenhang mit meiner Sehnsucht und Leidenschaft, für den Nordamerikanischen Kontinent und hier insbesondere für den Bundesstaat North-Carolina. Einer Sehnsucht, die sicher in meinem Blut begründet liegt, da ich selbst Halbamerikanerin bin. So zog und zieht es mich noch immer, ganz selbstverständlich in das Land meiner Väter. Im Alter von 14 Jahren hatte ich das Glück, ein ganzes Jahr dort verbringen zu dürfen. Eine Zeit, an die ich mich noch heute gerne und oft zurückerinnere. North-Carolina war und ist für mich das Land, in dem ein Teil meiner Familie lebt und in dem ein Teil meiner Wurzeln liegt. Und diese Sehnsucht brachte mich dazu, dem amerikanischen Teil meines Blutes, in meinem Lebenstraum eine „Heimstatt“ zu geben. Was also lag näher, als meinem Zwinger in Anlehnung an John Denvers Song: „Take me home...Countryroads...“, den Namen „Kennel of Countryroads“ zu verleihen. Wie aber bin ich auf den Gedanken gekommen, Hunde zu Züchten? Tja, bereits im Alter von sieben Jahren, zog in mein noch junges Leben erstmals ein Hund ein. Ein Deutscher Schäferhund. Ein Tier, dass ich schnell ins Herz geschlossen hatte und das ich sehr liebte. Eine tolle Zeit! Das Problem dabei, Tommy war sehr verspielt - was für einen jungen und kaum erzogenen Hund - nun einmal selbstverständlich ist. So litt unter Tommys immensen Spieldrang natürlich in Windeseile, dieser und jener Hausrat. Es kam schon einmal vor, dass eine Gardine seine besondere Aufmerksamkeit erregte und ratsch heruntergerissen und in lange Streifen zerteilt wurde. Badewannenvorleger oder Schuhe wurden mit Genuss zerbissen, um die noch jungen Zähne ersten Belastungstests auszusetzen. Das Ende vom Lied war, der Hund wurde wieder abgeschafft und ich war darüber natürlich sehr traurig. Von diesem Tage an schwor ich mir, wenn ich einmal „groß“ bin, dann will ich wieder einen Schäferhund! Das es dann letztendlich auch noch ein weißes Exemplar werden sollte, wusste ich natürlich noch nicht! Irgendwann trat dann mein Mann Horst Füller in mein Leben. Horst, der Mann mit den Schäferhunden! Jener Mensch, der sozusagen von Geburt an, mit diesen Tieren zu tun hatte. Er stammt aus eine Familie, die sich bereits seit Jahrzehnten, der Zucht Deutscher Schäferhunde widmet. Hurraa!! Ich war am Ziel meiner Wünsche... Toller Mann, tolle Hunde! Herz was willst du mehr? Über Horsts Onkel, Karl Füller, kam ich dann auch recht schnell zu MEINEM Deutschen Schäferhund, „Wenia vom Kirschental“. Sicher ist auch der Weißen Schäferhundeszene, der Deutsche Schäferhundezwinger „vom Kirschental“ ein Begriff. Jetzt war ich also in einer Hundezüchterfamilie vom Allerfeinsten gelandet. Ich begann sozusagen im Laufe der Jahre, in die Hundezucht hineinzuwachsen. Mein Mann besitzt heute eine wunderschöne Schäferhündin mit dem Namen „Fanny Della Foppa dei Boschi“, die aus dem Zwinger „vom Zellergrund“ stammt, dessen Besitzer wiederum mein Schwager ist. Übrigens hat der Zwinger „vom Zellergrund“ den bekannten Rüden „Quarz dei Templari“ hervorgebracht. 1995 kam auch noch unser Collie-Rüde Kai dazu. Ein ganz lieber und auch besonderer Hund, den wir alle sehr lieben und schätzen. Und dann stieß ich auf etwas, dass meinem Leben einen Schups in die richtige Richtung verpassen sollte. Beim Blättern in einem alten Fotoalbum meiner Familie aus Amerika, stolperte ich sozusagen über das Bild eines Weißen Schäferhundes. Der Hund meiner Tante stammte wohl aus der Zucht einer berühmten amerikanischen Schauspielerin. Was mich aber sehr viel mehr beeindruckte, war das Aussehen dieses Tieres. Ein Weißer Schäferhund! Das war es. Ich wollte, nein ich musste - unbedingt eines dieser schönen Tiere besitzen. Die nächsten Schritte wollten eingeleitet werden! Aber, überzeuge einen eingefleischten Deutschen Schäferhund Züchter davon, dass ein Weißer Schäferhund der absolute Oberhammer ist. Keine wirklich leichte Arbeit! Schließlich ist doch ein Deutscher Schäferhund das Maß aller Dinge und nicht so ein weißes „Etwas“. Aus allen Wolken fiel ich dann, als Horst mir so ganz nebenbei eröffnete, dass es nur wenige Kilometer von uns entfernt, eine Züchterin gab, die sich genau jener Rasse beschäftige, der mein Herz gehören sollte. Das spornte mich natürlich noch mehr an, mein angestrebtes Ziel zu erreichen. Mit Geduld und Überredungskunst, hatte ich es eines Tages geschafft meinen Horst davon zu überzeugen, wenigstens für einen kleinen Abstecher, mal bei dieser Züchterin vorbeizuschauen. Einfach nur mal angucken gehen... Dann war es endlich soweit! Wir fuhren zu der Züchterin und dort auf der Couch, lag ein riesiger Weißer Schäferhund. Ich traf auf „Basko of the withe Stars“. Der Hund mit seinem riesigen, weißen Schädel sah einfach umwerfend aus und sogar mein Mann musste bei diesem Anblick zugeben, dass vor uns ein wirklich beeindruckendes Tier lag. Wieder war Überzeugungsarbeit zu leisten, denn jetzt stand Horst auf dem Standpunkt, dass wir ja eigentlich schon mehr als genug Tiere hätten. Ich hingegen war der Meinung, dass es dann ja auf einen mehr im Rudel auch nicht mehr ankommen würde. Und auch, dass genau dieses Tier unser Glück besonders das meine komplettierte. Nach einigem zögerlichen Hin und Her, war mein Traum Wahrheit geworden! Ich bekam meinen Willen, mein lieber Horst wieder seine Ruhe und somit trat das erste weiße Wollknäuel in unser aller Leben. „Junior High Hope“, von uns liebevoll Kevin genannt! Was für eine aufregende Zeit! Die ersten acht Wochen konnte ich Kevin fast täglich bei seiner Züchterin besuchen und glaubt es mir, die Zeit, bis ich den Kleinen endlich zu mir nach Hause nehmen durfte, schien einfach nicht vergehen zu wollen. In diesen für mich elend langen Wochen, entstand bereits eine enge Bindung zwischen uns beiden und mein anfangs so skeptischer Mann, erlag schließlich ebenfalls dem Charme des Kleinen. Einen guten Start in sein künftiges Leben hatte Kevin alle Mal! Die Unterbringung der Hunde war einfach optimal. Schön, sauber, und gut behütet. Einfach so wie man es sich wünscht. Während unserer zahlreichen Besuche, ließ uns die Züchterin niemals mit den Welpen alleine, um korrekterweise zu vermeiden, dass ihre lieben Kleinen in den ersten Wochen ihres Daseins, nur ja keine schlechten Erfahrungen mit auf ihren weiteren Lebensweg bekamen. Kevin war vom ersten Moment an, ein sehr aufgewecktes Kerlchen. Jeden Tag nahm ich ihn mit zu mir ins Büro, was wie man sich denken kann, am Anfang alles andere als einfach war. Gassi gehen, sah Kevin zuerst als ziemlich überflüssig an, wo es doch einfacher war, seine kleinen und auch größeren „Geschäfte“, gleich an Ort und Stelle - sprich auf dem Boden im Büro - zu erledigen. Allerdings hatten wir das sehr schnell im Griff. Wesentlich stressiger wurde es dann, als er mit allem was er zwischen die Zähne bekam, spielen wollte. Am Telefonkabel zerren, Aktenstapel umwerfen, Schuhe anknabbern und anderes mehr. Aber auch diese Phase ging vorbei, denn Kevin musste bei Horst schon zeitig mit seinen Trainingseinheiten beginnen! Was dann auch einen Großteil seiner vielfältigen Aktivitäten, in die richtige Richtung lenkte. Gleichzeitig mit dem Erwachsenwerden, drängten sich natürlich die bangen Fragen jedes Züchters auf. Die Zähne, die Hüfte, Statur, wie wird er sich entwickeln? Doch - einfach prima, dem Himmel sei Dank! Und dank des unermüdlichen Trainings meines Mannes, war Kevin dann auch sehr schnell ein Siegertyp. Schönheitsausstellungen? Kein Problem! Mein Mann führte den Hund und dieser (der HundJ) beeindruckte durch Aussehen und Können! 1x VV2 und alle anderen Ausstellungen mit VV1. Horst und Kevin waren ein unschlagbares Team. Einmal habe auch ich meinen Kevin geführt und dabei den ganzen Stolz eines Besitzers in mir gefühlt. Das war nur der Anfang von Kevins Hundekarriere! Bald schon hatte er auch seine Begleithundeprüfung - beim Verein für Deutsche Schäferhunde - mit „vorzüglich“ abgelegt. An diesem Prüfungstag war Kevin Tagesbester, was sogar dem SV Richter, Herrn Michaelis, ein dickes Lob abverlangte. Was für ein Besitzerstolz! Eben noch ein kleines weißes Wollknäuel und jetzt ein ausgewachsener Senkrechtstarter! Mein Traum war endlich Realität geworden... Nun begann für Kevin auch die Zeit, um Erfahrungen als Deckhund zu sammeln. Schnell war unser „Kleiner“ bei den chicen Hundedamen im In- und Ausland, zu einem gefragten Herzensbrecher geworden. Frankreich, Österreich, Holland, Italien usw., um nur einige Länder genannt zu haben, in denen Kevin sich bereits einen guten Namen gemacht hat. Mehr als 120 Nachfahren hat Kevin zwischenzeitlich schon gezeugt, worunter sich viele auf den ersten Plätzen präsentieren oder sich als ausgebildete Rettungshunde bewährten und noch immer bewähren. Mittlerweile hat unsere Hundefamilie weiteren Zuwachs erhalten. Zwei Weiße Schäferhündinnen, „Cora vom Furthner Hof“ und „Aika vom Häselriether Weinberg“, gehören jetzt in diese Familie. Beides, sowohl vom Aussehen als auch vom Wesen her beurteilt, sehr vielversprechende Tiere, von denen im Laufe der Jahre sicher noch Großes zu erwarten ist. So, dass war im Groben meine Geschichte. An dieser Stelle möchte ich noch einmal ganz herzlich meinem Mann Horst für seine unermüdliche Zusammenarbeit danken. Auch mein Schwager Karl-Heinz Füller, sowie Karl und Marion Füller gilt mein Dank, weil sie mir oft mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke auch an den SV-Verein in Schweinfurt, mit all seinen hilfsbereiten Mitgliedern, von denen Kevin, Kelly und Quanya trotz ihrer weißen Fellfarbe, so gut aufgenommen und akzeptiert wurden. Und nicht zuletzt auch ein herzliches Dankeschön für die gute Aufnahme und Zusammenarbeit im BVWSÖ / ÖHU.
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