Unsere Geschichte
Der Name Zwinger of Countryroads kommt nicht von irgendwo , oder nicht von irgendwas.
Dieser Name ist eng verbunden mit meiner Sehnsucht und Leidenschaft zu Amerika, insbesondere mit meiner Verbundenheit zu Land und Leuten von North-Carolina, wo ich im Alter von 14 Jahren für ein Jahr lebte. Selbst bin ich Halbamerikanerin und war vor 4 Jahren wieder dort um meine Familie zu besuchen. Nun überlegte ich wie ich meine Abstammung und meine Eindrücke mit meinem Zwingernamen in Verbindung bringen und aufleben lassen kann.
Was liegt hier näher als der Song
Take me Home Countryroads
von John Denver
Aber meine Geschichte ist hier weniger relevant als die Tatsache, daß ich schon in frühester Kindheit mit 7 Jahren einen Schäferhund (Deutscher)besaß, den ich liebte und den man mir jedoch wegnahm, da er jung und eifrig war und mit Badgarnituren und Vorhängen spielte und dabei halt einiges kaputt machte. Ich habe mir damals geschworen ich werde wieder einen Schäferhund besitzen.
19.... lernte ich meinen Mann Horst Füller kennen, der schon immer Schäferhunde besaß, ja dem "Schäferhunde" sozusagen schon mit in die Wiege gelegt wurden. Er stammt aus einer Familie die sich seit langen Jahren der Zucht Deutscher Schäferhunde widmete. So kam ich über Horst´s Onkel Karl Füller zu der Deutschen Schäferhündin "Wenia vom Kirschental" . Der erfolgreiche Deutsche Schäferhundzwinger "vom Kirschental" Inhaber Karl Füller ist bestimmt auch in der weissen Schäferhundszene ein Begriff.
Auch mein Mann besitzt heute eine wunderschöne Schäferhündin namens "Fanny Della Foppa Dei Boschi", die er aus seines Bruders Zwinger "vom Zellergrund" hat, ebenfalls sehr bekannt durch dessen Rüden "Quarz dei Templari". So wuchs auch ich langsam da mit hinein.
1995 kam unser Collierüde Kai hinzu, der für uns etwas besonderes ist, aber das ist eigentlich jeder Hund, denn jeder hat seine Eigene Persönlichkeit.
Beim stöbern in alten Fotoalben aus Amerika stieß ich auf Fotos eines weißen Schäferhundes, den meine Tante von der Filmschauspielerin Elisabeth Taylor erworben hatte. Diese Fotos weckten in mir den Wunsch nach einem Weißen Schäferhund.
Sodann erfuhr ich von meinem Mann (das war natürlich fatal) dass nur wenige Kilometer entfernt in Arnstein genau so eine Züchterin ist, die diese Rasse züchtet. Eines Abends hatte ich es dann endlich geschafft meinen Mann dort hin zu schleppen (einen eingefleischten Deutschen Schäferhund Besitzer! Wissen Sie was das heißt?) Er war erstmal überhaupt nicht begeistert, schaute mich skeptisch an, ich vergesse es nie im Wohnzimmer von Frau Birgit Stoll auf der Couch lag ein atemberaubender rießiger Weißer Schäferhund, es war "Basko of the white Stars", der sogar meinen Mann beeindruckte, einen rießen Schädel hatte und er sah einfach toll aus .Aber dann meinte mein Mann und Rudelführer erstmals keinen zu kaufen unter dem Vorwand wir hätten genug Hunde.
Es bedurfte einiges an Überredungskunst bis dass ich letztendlich siegte und er mit dem Kauf eines Weißen Schäferhundes einverstanden war.
Sodann holte ich mir mein weißes Wollkneuel nach Hause "Junior High Hope vom Werntal" (genannt Kevin). Ich konnte Kevin die ersten 8 Wochen seines Lebens bei seiner Züchterin fast täglich besuchen, was auch eine unwahrscheinliche Bindung zwischen mir und Kevin mit sich brachte. Mit seinem ganzen CHARME umgarnte dieses kleine Kneul auch meinen Mann im Flug. Diesen kleinen Schneeball nahm ich jeden Tag mit ins Büro, was manchmal gar nicht so einfach war wenn es ums Gassi gehen bzw. Stubenreinheit ging, denn ihm gefiel anfangs der Büroboden für solche Zwecke am besten, aber auch dies hatten wir dann schnell im Griff. Ansonsten war Kevin ein sehr aufgewecktes und stets beschäftigtes Kerlchen. Er wußte mit allem etwas anzufangen, was man in einem Büro so findet, wie mit Telefonkabeln spielen, Papierstöße herunterwerfen, Welpe spielt Aktenvernichter etc.etc.
Dann langsam kam das große zittern Zäääähhhne, Gröööße, Hüüüüüüfte aber auch das brachte Kevin alles mit. In dieser Zeit lief Junior dann schon von einer Schönheitsausstellung zu andern: 1x VV2, alle anderen Ausstellungen mit VV1. Hier muß ich mich bei meinem Mann herzlich bedanken, der fleißig Rintraining machte und ihn auf den Ausstellungen führte. Jedoch auf einer Ausstellung habe ich ihn sogar mal selbst geführt. Mein Mann würde Kevin heute nie wieder hergeben davon bin ich überzeugt, wo soll hier auch ein Unterschied liegen (außer in der Farbe) wenn man ein Tier liebt?
So nun für alle die sich fragen was ist mit der Leistung des Hundes ! Eine BH (Begleithundprüfung) hat Kevin jetzt auch schon mit vorzüglich abgelegt, natürlich beim SV (Verein für Deutsche Schäferhunde) . Der SV Richter Herr Michaelis lobte Kevin sehr , schließlich war er an diesem Tag Tagesbester in der Unterordnung, was mich wiederum zu Tränen rührte, erst vor kurzem noch dieses kleine Kneuel und dann diese tolle BH. Für viele ist das vielleicht nichts besonderes, aber bei mir werden hier große Emotionen freigelegt.
Aber hier die andere Seite dieser Geschichte unseres Kevins, er hatte bereits einen guten Start im Welpenalter durch die optimale Prägung bei seiner Züchterin Frau Birgit Stoll, Zwinger vom Werntal, er wuchs mit Kindern auf innerhalb der Familie, wie man es nicht all zu oft erlebt. . Frau Stoll ließ uns während unserer zahlreichen Besuche mit meiner Familie keinen Moment aus den Augen ,damit ihre Welpen ja keine schlechte Erfahrungen sammelten.Wehe einer von uns ist einem Welpen mal versehentlich auf die Zehen getreten (erst wurden der Welpe ausgiebig getröstet und anschließend erhielten wir das große Donnerwetter........ )
Die Welpen hatten tolle Spielsachen wie Tunnels zum durchlaufen und raffiniert angebrachte Spielzeuge. Die Unterbringung der Hunde ist sehr schön und sauber wie man sich es nur wünschen kann. Alles in allem würde ich mir immer wieder einen Welpen dort kaufen. Was Frau Stoll angeht möchte ich noch sagen eine FCI Anerkennung ohne sie wäre nicht möglich gewesen ohne die von Ihr ermittelten 8 Blutlinien, die sie sich hart erarbeitet hat. Dazu noch herzlichste Glückwünsche, ich wünschte alle weißen Schäferhundbesitzer würden sich mir hier anschließen.
Mittlerweile gehören zu unserer zwei- und vierbeinigen Familie auch 2 Weiße Schäferhündinnen "Cora vom Furthner Hof" und "Aika vom Häselriether Weinberg". Zwei Hündinnen die sowohl vom Wesen, als auch vom Aussehen her sehr vielversprechend sind und mit denen ich meine zukünftige Zucht aufbauen möchte.
Kevin konnte inzwischen Deckerfahrung sammeln bei zwei fremden Damen, er belgte eine Hündin aus Österreich und eine weitere Hündin aus Frankreich. Wir sind schon sehr gespannt, wie sich der Nachwuchs entwickeln wird und hoffen von den Züchtern möglichst viele Fotos zu bekommen.
An dieser Stelle herzlichen Dank an meinen Mann Horst Füller und auch an meinem Schwager Karl-Heinz Füller, der mir viel mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat und immer gute Ratschläge für uns hat. Vielen Dank an den SV-Verein in Schweinfurt mit all seinen vorbildlichen und hilfsbereiten Migliedern, von denen Kevin trotz seiner weißen Fellfarbe gut aufgenommen und akzeptiert wurde. Und "last but not least" ein herzliches Dankeschön an den Weißen Schäferhundverein 1.WS e.V.Einheit, ein Verein der echte Zusammenhalt und Einigkeit vorlebt und in dem ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt habe.